IPV diagnostiziert moderates Wachstum in 2011 und Kostendruck in 2012

Die Mitgliedsunternehmen des IPV - Industrieverband Papier- und Folienverpackung, Frankfurt - waren mit dem Wirtschaftsjahr 2011 insgesamt zufrieden. Mit flexiblen Verpackungen/Serviceverpackungen (Folien, Tragetaschen und Beutel) aus Papier, Kunststoff und Verbunden erreichte die mittelständisch geprägte Industrie einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, der damit um drei Prozent höher lag als in 2010. Die Rohstoffpreise, die sich auf hohem Niveau stabilisiert hatten, ziehen wieder an. Im Kunststoffbereich sind seit Jahresbeginn erneut erhebliche Preiserhöhungen zu verkraften und auch für den Rohstoff Papier sind mittlerweile Preisanhebungen angekündigt.

Die Geschäftserwartungen für das laufende Wirtschaftsjahr bewerten die IPV-Mitgliedsunternehmen optimistisch. Wie aus der IPV-Mitgliederbefragung hervorgeht, verlief der Start in das Jahr 2012 zwar leicht gebremst, die Nachfrage für das Gesamtjahr wird aber als wachsend eingestuft. In 2011 waren sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch die Investitionsleistung im Vorjahresvergleich unverändert geblieben. Für das laufende Jahr bewerten die Mitglieder den Kostendruck aus ansteigenden Rohstoffpreisen sowie höheren Energie-, Fracht- und Lohnkosten als größtes Problem. Das Finden von qualifizierten Fachkräften wird für die Zukunft als eine zentrale Herausforderung gesehen. Die Exportquote der befragten IPVMitgliedsunternehmen
ist weiter angewachsen und liegt bei durchschnittlich 25 Prozent,
wobei das europäische Ausland mit Benelux, ßsterreich und der Schweiz das
Hauptabsatzgebiet darstellt.

Wie das IPV-Branchenbarometer zeigt, erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen, dass die Nachfrage nach Biokunststoffen steigen wird, wobei häufig Marketingüberlegungen für den Einsatz entscheidend sind. Bei der mittelständisch geprägten Branche nehmen die laufenden Auditierungen und Zertifizierungen immer mehr Raum ein. Hier fordert der IPV, dass ein einmalig validiertes Audit nicht mehr abnehmerspezifisch wiederholt werden muss. Auch fordert der IPV eine bürokratische Entlastung für die Unternehmen wie z. B. die Aufhebung der vorgezogenen Zahlungstermine der Sozialversicherungsbeiträge und eine Rückkehr zur Regelung vor 2006.

Quelle: IVP-Pressemeldung

19.05.2012