Fachkräftekonferenz: Erfolgreich durch Vernetzung

Bereits zum dritten Mal kamen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zur –IHK-Fachkräftekonferenz Südniedersachsen– zusammen. Mit insgesamt 120 Teilnehmern und etwa 180 weiteren, an den Informationsfluss angeschlossenen Entscheidungsträgern funktioniere das Netzwerk bereits gut, so Dr. Martin Rudolph, Leiter der Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover. Weitere Akteure und Lösungsansätze seien willkommen.

Insbesondere bei den anwesenden Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsnetzwerken warben Franz Wucherpfennig, Erster Kreisrat des Landkreises Göttingen, und Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, für die stärkere Nutzung bestehender Fachkräftepotenziale. Hierzu zählten die Aus- und Weiterbildung, die Eingliederung von Berufsrückkehrern und gering qualifizierten Beschäftigten. Zumindest in einigen Branchen könne damit der Bedarf grundsätzlich gedeckt werden.

Andere Arbeitsmarktsegmente in den Bereichen Technik, Lager und Gesundheit könnten dagegen bereits jetzt nicht mehr vollständig aus den Potenzialen der SGB III-Empfänger und Absolventen gedeckt werden, gesteht Gläser ein. Ein weiterer Ansatz ist die Gewinnung von Studienabbrechern für die duale Ausbildung. Ziel eines in Kürze beginnenden Projektes ist es, den betroffenen Personen schnell und unbürokratisch einen Ausbildungsplatz anzubieten. Die Unternehmensnetzwerke der Region sollen hierbei unterstützen.

Die Konferenz, die neben der Sensibiliserung für das Thema vor allem den Austausch der Akteure und die Schaffung von Synergien zum Ziel hat, diskutierte zudem Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität von Unternehmen und des Standortes insgesamt. Eine regionale Unternehmens- und Fachkräftebefragung soll neue Handlungsfelder offenlegen.

Als Produkt der regionalen Netzwerkarbeit ist darüber hinaus ein regionaler Gemeinschaftsstand auf der PraxisBörse der Universität Göttingen am 8. Mai entstanden, an dem sich regionale Unternehmen kostenlos präsentieren können. Eine Neuauflage erfährt auch der – Wettbewerb Familienfreundlicher Betrieb in Südniedersachsen–, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den teilnehmenden Firmen hervorhebt.

Quelle: Göttinger Wirtschaftsdienst

28.03.2012