EU-Kommission vertagt Entscheidung über SCA und DS Smith

Die Europäische Kommission hat ihre Entscheidung hinsichtlich der ßbernahme von SCA Packaging durch DS Smith um zwei Wochen auf den 25. Mai 2012 vertagt. Gründe für die Verlegung des Termins wurden in der Mitteilung der Kommission nicht genannt.

Im Januar 2012 wurde der Vertrag unterzeichnet, wonach sich der Kaufpreisauf 1,7 Mrd. Euro auf schuldenfreier Basis beläuft. Ausgenommen von der Transaktion sind die zwei Papier-Fabriken in Munksund und Obbola (Schweden). Im Gegensatz dazu sind die deutschen Standorte für Packaging, Druck und Display Teil der ßbernahme.

Die Anteilseigner von DS Smith haben der Transaktion inzwischen zugestimmt, ebenso die Arbeitnehmervertreter von SCA Packaging France.

SCA Packaging beschäftigt derzeit 13.500 Mitarbeiter an 172 Standorten in 25 europäischen Ländern. DS Smith mit Sitz in Maidenhead (Großbritannien) ist internationaler Anbieter von Recycling-Verpackungen für Konsumgüter. Der Konzern erzielt nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 2,5 Mrd. Pfund und beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter.

Die Verschmelzung der zwei Papier- und  Verpackungshersteller würde DS Smith zum größten europäischen Produzenten von Wellpappeverpackungen auf Altpapierbasis hinter Smurfit Kappa machen.

ursprünglich sollte der Verkauf im 2. Quartal 2012 abgeschlossen werden. Ob sich dieser Zeitplan halten lässt ist aktuell ungewiß.

Quellen: EUWID u.a.

11.05.2012